Mit der Entscheidung für einen Aus­bil­dungs­be­ruf in der Justiz des Landes treffen Sie die richtige Wahl. Das Angebot der Justiz ist vielseitig und bietet jungen Menschen eine interessante Perspektive: Es reicht vom Fach­hoch­schul­stu­di­um als Rechts­pfle­ger­in/Rechts­pfle­ger bis zur Ausbildung für den allgemeinen Vollzugs- und Werksdienst bei den Justiz­voll­zugs­an­stal­ten.

Informieren Sie sich über die spannenden Berufe in der Justiz!

Ausbildung beim Amtsgericht Wuppertal

Nach abgeschlossener Berufsausbildung kann man in sogenannten Serviceeinheiten von Amts-, Land- und Oberlandesgerichten, von Staatsanwaltschaften und am Bundesgerichtshof sowie bei der Bundesanwaltschaft tätig sein. Arbeitsgebiete sind unter anderem sowohl die streitige Gerichtsbarkeit (Zivil- und Strafprozesssachen) als auch die freiwillige Gerichtsbarkeit (zum Beispiel: Grundbuch- und Handelsregistersachen).

 

Inhalte und Ablauf der Ausbildung

Während der gesamten Ausbildung lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • welches die Aufgaben und die sachliche Zuständigkeit der Amtsgerichte und der Staatsanwaltschaft sind, wie man Registraturarbeiten durchführt und was bei Aufbewahrungsfristen zu beachten ist,
  • wie man Anträge, Rechtsmittel, Rechtsbehelfe und Erklärungen aufnimmt,
  • wie man Schriftstücke fertigt, ausfertigt und beglaubigt,
  • welche Informations- und Kommunikationstechniken es gibt, welche Auswirkungen sie auf die Arbeitsorganisation haben und wie man sie nutzt,
  • wie man Textverarbeitungsprogramme nutzt,
  • wie man Vorschriften zur Datensicherheit anwendet, was man bei der Formulierung von Texten beachten muss,
  • welche Vorschriften es zur Kostenberechnung gibt und wie man sie anwendet,
  • welche Zahlungsarten es gibt,
  • wie man die Bürger darüber informiert und wie man Geldforderungen einzieht,
  • wie man in Zivilprozessverfahren mitwirkt, Ladungen vornimmt, die Rechtskraft und Vollstreckbarkeit bescheinigt, Kosten berechnet und spezifische Akten und Register führt,
  • was bei Zwangsvollstreckungsverfahren zu beachten ist,
  • wie man Veröffentlichungen bei Insolvenzen veranlasst,
  • was bei Ehe- und Familiensachen zu beachten ist,
  • wie man Auflagen und Weisungen in Bezug auf Straf- und Ordnungswidrigkeitsverfahren überwacht,
  • wie man Protokolle in den Gerichtsverhandlungen führt,
  • wie man Eintragungen ins Grundbuch vornimmt und Einsicht ins Grundbuch gewährt,
  • was bei Verfahren vor dem Nachlassgericht zu beachten ist, wie man zum Beispiel Testamente verwahrt und zur Eröffnung entgegennimmt,
  • wie man bei Verfahren vor dem Vormundschaftsgericht mitwirkt,
  • was bei Registerverfahren zu beachten ist,
  • wie man Eintragungen zum Beispiel in das Handelsregister vornimmt und Veröffentlichungen von Eintragungen veranlasst.

 

Tätigkeiten einer/eines Justizfachangestellten

  • Anlegen und Führen von Akten und Verwalten der Registratur
  • Führen von Geschäfts- und Terminkalendern
  • Ausfüllen von Vordrucken Erteilen von Auskünften bei Antragstellungen
  • Führen des Protokolls bei Gerichtsverhandlungen und Vernehmungen
  • Schreiben von Urteilen nach Vorlagen oder Banddiktat
  • Versenden von Anklageschriften oder anderen Schreiben
  • Eintragen von Eigentumsänderungen, Hypotheken und Grundschulden in das bei Gericht geführte Grundbuch
  • Erstellen von Grundbuch- und Registerauszügen

 

Arbeitsmittel

  • Telefon, Telefax, Kopiergerät
  • Computer
  • Akten,
  • Register,
  • Geschäfts- u. Terminkalender
  • Vordrucke
  • Gesetze und Verordnungen