Die Justiz NRW bietet vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten in verschiedensten Funktions- und Fachbereichen. Mit einem Hauptschulabschluss oder der Fachoberschulreife stehen Ihnen zahlreiche Ausbildungsberufe der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen zur Auswahl. Auch als Hochschulabsolventin bzw. Hochschulabsolvent können Sie in einen der spannenden Berufe der Justiz NRW einsteigen. Ganz ohne Schulabschluss oder Berufsausbildung besteht zudem die Möglichkeit, als Justizhelferin bzw. Justizhelfer dafür sorgen, dass die Bürgerinnen und Bürger sich auf die Funktionsfähigkeit der Justizbehörden verlassen können.

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Ausbildung beim Amtsgericht Wuppertal

Nach abgeschlossener Berufsausbildung kann man in sogenannten Serviceeinheiten von Amts-, Land- und Oberlandesgerichten, von Staatsanwaltschaften und am Bundesgerichtshof sowie bei der Bundesanwaltschaft tätig sein. Arbeitsgebiete sind unter anderem sowohl die streitige Gerichtsbarkeit (Zivil- und Strafprozesssachen) als auch die freiwillige Gerichtsbarkeit (zum Beispiel: Grundbuch- und Handelsregistersachen).

 

Inhalte und Ablauf der Ausbildung

Während der gesamten Ausbildung lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • welches die Aufgaben und die sachliche Zuständigkeit der Amtsgerichte und der Staatsanwaltschaft sind, wie man Registraturarbeiten durchführt und was bei Aufbewahrungsfristen zu beachten ist,
  • wie man Anträge, Rechtsmittel, Rechtsbehelfe und Erklärungen aufnimmt,
  • wie man Schriftstücke fertigt, ausfertigt und beglaubigt,
  • welche Informations- und Kommunikationstechniken es gibt, welche Auswirkungen sie auf die Arbeitsorganisation haben und wie man sie nutzt,
  • wie man Textverarbeitungsprogramme nutzt,
  • wie man Vorschriften zur Datensicherheit anwendet, was man bei der Formulierung von Texten beachten muss,
  • welche Vorschriften es zur Kostenberechnung gibt und wie man sie anwendet,
  • welche Zahlungsarten es gibt,
  • wie man die Bürger darüber informiert und wie man Geldforderungen einzieht,
  • wie man in Zivilprozessverfahren mitwirkt, Ladungen vornimmt, die Rechtskraft und Vollstreckbarkeit bescheinigt, Kosten berechnet und spezifische Akten und Register führt,
  • was bei Zwangsvollstreckungsverfahren zu beachten ist,
  • wie man Veröffentlichungen bei Insolvenzen veranlasst,
  • was bei Ehe- und Familiensachen zu beachten ist,
  • wie man Auflagen und Weisungen in Bezug auf Straf- und Ordnungswidrigkeitsverfahren überwacht,
  • wie man Protokolle in den Gerichtsverhandlungen führt,
  • wie man Eintragungen ins Grundbuch vornimmt und Einsicht ins Grundbuch gewährt,
  • was bei Verfahren vor dem Nachlassgericht zu beachten ist, wie man zum Beispiel Testamente verwahrt und zur Eröffnung entgegennimmt,
  • wie man bei Verfahren vor dem Vormundschaftsgericht mitwirkt,
  • was bei Registerverfahren zu beachten ist,
  • wie man Eintragungen zum Beispiel in das Handelsregister vornimmt und Veröffentlichungen von Eintragungen veranlasst.

 

Tätigkeiten einer/eines Justizfachangestellten

  • Anlegen und Führen von Akten und Verwalten der Registratur
  • Führen von Geschäfts- und Terminkalendern
  • Ausfüllen von Vordrucken Erteilen von Auskünften bei Antragstellungen
  • Führen des Protokolls bei Gerichtsverhandlungen und Vernehmungen
  • Schreiben von Urteilen nach Vorlagen oder Banddiktat
  • Versenden von Anklageschriften oder anderen Schreiben
  • Eintragen von Eigentumsänderungen, Hypotheken und Grundschulden in das bei Gericht geführte Grundbuch
  • Erstellen von Grundbuch- und Registerauszügen

 

Arbeitsmittel

  • Telefon, Telefax, Kopiergerät
  • Computer
  • Akten,
  • Register,
  • Geschäfts- u. Terminkalender
  • Vordrucke
  • Gesetze und Verordnungen